Über die Mahnwache

Die Mahnwache ist eine Aktion, die seit September 2014 an vielen Samstagen auf der Frankfurter Zeil stattgefunden hat. Mit wenigen Plakaten wird auf das Problem der Strassenradikalisierung aufmerksam gemacht. Gruppierungen werden konkret benannt. Ziel ist, ein Verbot der Strassenradikalisierung durch bestimmte islamistische Gruppierungen zu bewirken oder wahrscheinlicher zu machen. Überdies wird die Diskussion mit Passanten gesucht: Aufklärung über die Radikalisierung auf der Strasse, die aber nachfolgend auch in Schulen und Jugendeinrichtungen eine fatale Wirkung entfaltet. Aus dem Lies-Umfeld haben sich viele Ausreisende nach Syrien rekrutiert.

Die Mahnwache findet meist vor dem Eingang des Frankfurter Einkaufszentrums „My Zeil“ statt, manchmal aber auch vor dem Brockhausbrunnen auf der Zeil. Der Ort wurde so gewählt, weil seit über 4 Jahren genau vor „My Zeil“ von Aktivisten der Koran-Verteilungs-Aktion „LIES!“ Korane verteilt werden. Zeitweise verteilten die Aktivisten dreimal wöchentlich die Korane. Die Verteilungen werden im Internet vorher angekündigt. Wenn die Mahnwache vor Ort ist, kann wegen ordnungsrechtlicher Einschätzungen vor diesem wichtigen Punkt die Koran-Verteilungs-Aktion nicht parallel stattfinden. Die Mahnwache ist regelgerecht angemeldet, während die LIES!-Aktivisten nicht anmelden; sie müssen daher ausweichen.

Im Umfeld dieser Freiluft-Sprechstunde salafistischer Aktivisten treffen sich häufig junge Männer. Neue werden von diesen angesprochen. Ziel der Ansprache sind häufig flanierende Gruppen junger Männer, die zum gemeinsamen „Chillen“ auf der Zeil unterwegs sind. Über die Abläufe und zur Einordnung ist der Film „Sterben für Allah“ des HR und SWR sehenswert.

Die Reaktionen von Unterstützer-Szene („Akhis“, Brüder in gegenseitiger muslimischer Ansprache) und Passanten werden meist in einem Mahnwache-Bericht festgehalten. Ziel dieser Berichte ist es, über den Tag hinaus die Reaktionen zu dokumentieren. Stilistisch wird versucht, einen – so weit das bei Eigenbeteiligung möglich ist – um Objektivität bemühten und trotzdem lebendigen Eindruck von den Abläufen zu vermitteln. Insbesondere die Berichte nach islamistischen Terror-Aktionen sind lesenswert, weil nach diesen versucht wurde, mit den Passanten über diese Ereignisse zu sprechen.

Die Teilnehmer wechseln nach persönlicher Verfügbarkeit. Anwesend sind schon Angehörige aller demokratischen Parteien gewesen und Parteilose. Ebenso Angehörige aller Weltreligionenen und Atheisten.

Durch die Teilnehmer spiegelt sich zusätzlich der klar demokratische und aufklärerische Ansatz der Aktion.

Verwendet werden je nach Zulauf verschiedene Plakate. Teilnehmer können aus einer mitgebrachten Auswahl das Plakat nehmen, das sie vetreten möchten. Das geht von allgemeiner Islamismuskritik bis hin zum Schild „Friedliche und säkulare Muslime, schließt euch an!“

Die Uhrzeit wechselt nach dem Jahreslauf. Gegenwärtig 15-17 Uhr.

Die Aktion wird immer per Facebook angekündigt. Bitte dort nachschauen, ob die Aktion stattfindet:

https://www.facebook.com/Frankfurt-gegen-Salafismus-und-Islamismus-502190366615474/

 

Ein kleiner filmischer Eindruck von den Strassenaktionen – aufgenommen im letzten Jahr, kurz nach den Pariser Attentaten. Das war eher ein ruhigerer Tag. Die Schlußbilder entstanden nach 2 Stunden im Schneeregen.

Mein Dank gilt allen Mitstreitern, die nicht weniger standhaft waren und sich nicht weniger bemühten, trotz aggressiver Passanten und manch organisierter Störung Aufklärung zu betreiben. Freundlich zusammengestellt von stern tv:

 

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Beispielfoto aus einer Akton

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Beispielfoto aus einer Aktion

 

 

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