Leipzig: Linkes Bündnis demonstriert vor Problem-Moschee

Bundesweit erste größere linke Aktion vor Problem-Moschee

Im strömenden Regen fand heute eine Kundgebung gegen Islamismus vor der Leipziger Al Rahman-Moschee statt. Gefordert wurde, dem Verein die Gemeinnützigkeit zu entziehen und am besten mit einem Verbot zu belegen. In einem ausführlichen Aufruf waren die Gründe des Veranstalters, der „Leipziger Initiative gegen Islamismus“, dargelegt worden:

https://www.facebook.com/events/369603310443968/

Trotz des schlechten Wetters und einer angekündigten Gegenaktion eines „Netzwerks gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus“ fanden etwa 150 Aktivisten (nach MDR) den Weg vor die Einrichtung. In Grußworten von u.a. Susanne Schröter, Birgit Ebel und Necla Kelek wurde die Notwendigkeit betont, sich vor Menschen zu stellen, die an solchen Orten indoktriniert werden sollen. Diese Kritik wollte die Initiative auch auf die Straße tragen. Nach einem Infostand am 19.12. wurde deshalb die Aktion vor der Moschee geplant. Bilder von der Veranstaltung:

Die Leipziger Al Rahman Moschee ist mit ihrem Imam, dem bundesweit bekannten Hassan Dabbagh, seit etlichen Jahren im Fokus des sächsischen Verfassungsschutzes. Besonders eklatant: Ein Übersetzer, der der Einrichtung zugeordnet werden konnte, bewegte Geflüchtete, wieder nach Syrien zu wollen – als Kämpfer für den IS:

Die Leute waren unter großen Strapazen aus den Kriegsgebieten geflohen und plötzlich wollten sie wieder zurück – das kam uns komisch vor“, erzählt einer der Betreuer. […] Was auffiel: Alle diese Männer hatten zuvor Gespräche mit einem ehrenamtlich im Heim als Dolmetscher tätigen Perser geführt. „Wir haben dann herausbekommen, dass dieser Mann falsch übersetzt und die Flüchtlinge massiv missioniert hat“, erzählt der Betreuer. Der Dolmetscher erhielt Hausverbot, sein Name wurde den Behörden übermittelt. Die fanden bald heraus, dass er zur Leipziger Islamistenszene gehört.

https://www.tag24.de/nachrichten/salafisten-missionieren-fluechtlinge-fuer-heiligen-krieg-leipzig-sachsen-verfassungs-schutz-34989

Hassan Dabbagh war vor einiger Zeit der Betrieb einer Kita versagt worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/08/29/leipzig-kindersicherung-vor-hassan-dabbagh-vorlaeufig/

Die Einrichtung ist seit Jahren im Fokus des Verfasungsschutzes:

Der Verfassungsschutz Sachsen führt den Verein „Islamische Gemeinde in Sachsen – Al-Rahman-Moschee e. V.“ als Schwerpunkt salafistischer Bestrebungen. Der Iman Hassan Dabbagh wird dabei explizit benannt, weil er eine Schlüsselfigur in der salafistischen Szene sei und seine Einstellungen sowohl bei der Ausbildung von Imamen als auch bei Freitagsgebeten verbreite. „In der Gesamtschau sind seine Aussagen geeignet bei einem bestimmten Personenkreis eine ablehnende Haltung zur Demokratie zu begründen oder zu verfestigen, Integrationsbemühungen zu unterlaufen und somit auch der möglichen Radikalisierung von Personen Vorschub zu leisten“, resümiert der Verfassungsschutz Sachsen.

https://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2018/12/Leipziger-Debatte-ueber-Islamismus-vor-Al-Rahman-Moschee-250437

 

Teilnehmer waren neben dem „Arbeitskreis Sisyphos Thüringen“ weitere Delegationen linker Gruppen. Der AK schreibt auf seiner Facebook-Seite:

Beschämend finden wir aber, dass die Linke Landtagsabgeordnete Juliane Nagel an der Gegenkundgebung gegen angebliche „Islamfeindlichkeit“ teilgenommen hat.

https://www.facebook.com/LAKemanzipatorischeKritik/

Wenn dem so ist, hat Frau Nagel leider nicht einmal den Aufruf sinnerfassend gelesen. Da fehlt es vermutlich erheblich an Information, die sie für ihre Funktionen im Grunde dringend benötigt. Dass man mit dem pauschalisierenden Blick bei komplexeren Sachverhalten nicht weiter kommt, sollte ihr als MdL eigentlich klar sein. Warum sie das nicht schaffte, sollte man mit ihr diskutieren, vor allem auch, wenn sie, sofern der Eintrag beim Sächsischen Landtag zu ihr korrekt ist, Politikwissenschaften studiert. Eine angehende Politikwissenschaftlerin muss zwingend Texte lesen und verstehen können:

https://www.landtag.sachsen.de/de/abgeordnete-fraktionen/abgeordnete/abgeordneter/1098.

Eine lebhafte Schilderung der Veranstaltung findet sich in diesem Pressebericht:

Aus den Lautsprecherboxen wummert „Go West“ und „Highway to hell“, vereinzelt sind Fahnen der Antifa und Israels zu sehen, ein Mann trägt ein Shirt mit Hammer, Sichel und Sowjetstern: Es ist offensichtlich ein linkes Bündnis, das an diesem Freitag bei strömendem Regen vor der Al-Rahman-Moschee in der Roscherstraße gegen Islamismus protestiert. Organisiert hat die Kundgebung die Leipziger Initiative gegen Islamismus – und zwar für jenen Zeitraum, in dem hunderte Moslems das Freitagsgebet in der Moschee besuchen. Ein Redner bezeichnet das Gotteshaus als „islamistisches Radikalisierungszentrum“ und bedauert, das es nicht zuvorderst liberale Moslems sind, die sich gegen die radikalen Salafisten in ihren Reihen wenden.

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Linkes-Buendnis-fordert-Verbot-von-Moscheeverein-in-Leipzig

Hier einige bewegte Eindrücke im heutigen Sachsenspiegel, ab 13:15:

https://www.mdr.de/tv/programm/video-260874_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.html

Hinsichtlich der Vorbereitung, der Intention und nachfolgend der medialen Wahrnehmung ein schöner Erfolg, zu dem man der noch jungen Initiative nur gratulieren kann.

Es wäre schön, wenn sich übers Land weitere Initiativen fänden, die ähnliche Aktionen vor den jeweiligen lokalen Problem-Moscheen durchführten. Sobald eine solche Aktion durchgeführt wurde, ist die korrekte Einordnung dann ja auch über Presse-Berichte aufzufinden, so dass Eltern und Lehrer das besser auffinden können. Natürlich dient die Information auch jenen, die Geflüchtete betreuen. Auch die Debatte in der Kommune wird so angeschoben, denn noch zu oft wollen kommunale Entscheider das Thema Islamismus am liebsten gar nicht öffentlich diskutieren. Das aber ist unzureichend, denn so werden die Menschen nicht gewarnt und Opfer islamistischer Haltungen und Betätigungen alleine gelassen.

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Unterstützungsmöglichkeiten für diesen blog:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/11/29/in-eigener-sache-2/

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