Darmstädter Schwestern

Über einen Frauenverein mit problematischen Einbindungen in Darmstadt

Unter der Flagge explizit muslimischer Frauenzentren zeigen sich – ohne dass dies meist erwähnt wird – manchmal Einrichtungen, die durchaus Strömungen und Verbänden zuzuordnen sind. Bei Frauen ist wegen eines positiven Vorurteils die Wachsamkeit noch wesentlich geringer und so kann man sich dort gut vernetzen. Das trifft sicher nur auf wenige zu, aber einen genauen Blick sollte man auch bei Frauen haben, was unter dem Siegel der Bildungsbeflissenheit oder sozialen Arbeit religiös konnotiert angeboten wird. Nicht zuletzt belegt durch den aktuell bekannt gewordenen Fall der Ehefrau von Anjem Chowdary zeigt sich, dass Frauen nicht weniger fanatisch sein können, auch wenn sie weniger als eigenes Sicherheitsrisiko primär erkennbar sind.

Das Iman Bildungs- und Freizeitzentrum muslimischer Frauen e.V. in Darmstadt z.B. besteht seit etlichen Jahren. Aus diesen alten Zeiten dürfte sich auch die lokale, zumindest die öffentlich bislang artikulierte Einschätzung dieses Vereins speisen. Seit einigen Jahren sind jedoch andere junge Frauen dort in Verantwortung, deren Einbindungen und Aktivitäten man durchaus betrachten sollte.

An Kursen und Veranstaltungen wird aktuell so etwas angeboten, auch Unterrichte durch andere religiöse Unterweiser sind im Angebot:

 

https://www.facebook.com/Imanzentrum/?fref=ts

 

Das schaut auf den ersten Blick harmlos aus. Beim zweiten zeigt sich jedoch, dass man über einen kleinen Dachverband B.I.S. mit dem aktuell in die Beobachtung gekommenen Verein „Bilalzentrum“ in Darmstadt verknüpft ist und zu diesem und dem ebenfalls im Dachverband befindlichen Islamischen Studentenverein vielfache Kooperationen unterhält:

http://hessenschau.de/gesellschaft/staedte-auf-distanz-zu-islamistischen-vereinen-,distanz-zum-div-gesucht-100.html

Der aktuelle Vorstand, u.a. eine Frau Mahiou als Vorsitzende und eine Frau Zeinab D., planen und kooperieren mit diesen anderen Organisationen. Aber auch noch weiteren, die nicht im B.I.S. sind. Das sind aber nicht irgendwelche Gruppen. Sondern leider problematische Zusammenschlüsse, wie z.B. die „Darmstädter Muslime“, die auch im DIV sind. „Darmstädter Muslime e.V.“ ist ein eigener, eingetragener Verein, in dem z.B. ein Akteur von LIES aktiv ist. Man macht tagelange Freizeiten im „Haus des Islam“, einer Muslimbruder-Einrichtung. Die „Darmstädter Muslime“ tagen am selben Ort wie der Verein Al Ansar, in den u.a. schon Hassan Dabbagh geladen wurde und der sich jetzt in „Islamic Care“ umbenannt hat (s.d.). Muhamed Ciftci kommt zu Besuch, man veranstaltet Sammel-Stände auf dem Luisenplatz in Darmstadt:

 

Das ist also wieder ein wenig Hütchenspiel mit Vereinen. Faktisch agiert aber dieser Frauenverein des Zentrums immer mal wieder auch öffentlich sichtbar mit diesen Hardcore-Islamisten:

Imanzentrum Darmstädter Muslime 160414

Screenshot fb-Seite

 

Frau Zeinab D. ist die Gattin von Ahmet Miskine, der im seit einigen Tagen unter Beobachtung stehenden Verein „Bilalzentrum“ eine wichtige Rolle spielt. Auf der Seite des Vereins findet sich das explizit:

 

Iamnzentrum Bilal 160828

Es existiert eine „Iman-Mädchengruppe“ mit eigener fb-Seite.

Hinter dem Internet-Auftritt des Darmstädter „Frauenzentrums“ steht übrigens ganz banal ein Mann, der Arzt Daniel Germer, wie sich anhand der denic-Daten belegen lässt.

Iamnzentrum Admin Germer 160828

Der Herr Germer hält unter dem Namen „Daniel Ibrahim“ beim „Bilalzentrum“ Vorträge. An diesem Wochenende war er auch beim Muslimbruder-Großevent in Kirchheim als Redner angekündigt, s.d. Geht man nach seinem linkedin-Profil, ist er ein Fan von „Islamic Relief“, wie viele Sympathisanten der Muslimbrüder Nach alldem drängt sich schon der Eindruck auf, dass vor einigen Jahren der Darmstädter Frauenverein sozusagen übernommen wurde. Aus einem wohl eher „angepassteren“, liberal wirkenden, multiethnischen und vielfältigen Frauenzentrum wurde ein Verein, dem man zumindest eine Muslimbruder-Nähe nicht absprechen kann. Das zeigt sich bei genauem Hinsehen recht offen. Es verdeckter zu halten, war dem Anschein nach bislang auch nicht nötig, denn in Darmstadt hat man ja, glaubt man kirchlichen und kommunalen Vertretern, das dringende Bedürfnis, auch mit solchen Gruppierungen und Organisationen sogar so weit im Gespräch zu bleiben, dass man Instrumentalisierungen kaum abwenden kann (s. diesjähriges Iftar; gemeinsame Veranstaltungen gehen über „Dialog führen“ weit hinaus). Bekundet man nun zumindest. Was für den Bilal-Verein gilt, könnte man also durchaus strukturell auch beim Imanzentrum und der Mädchengruppe sehen. Dass die Ideologien verwoben sind, am gemeinsamen Strang gegenüber der Stadt und der Mehrheitsgesellschaft gezogen wird, deutet sich durch diese personellen und organisatorischen Verquickungen an.

http://bilalzentrum.de/ibrahim-im-ekv-rahma-moschee-%C3%BCber-den-prophet-ayyub-am-2806

Oder anders herum: Das Frauenzentrum und die anderen Vereine des B.I.S. Dachverbandes laden gemeinsam problematische Vortragsredner ein, die u.a. auch dem Muslimbruder-Spektrum zuzuordnen sind. Wäre man klar gegen diese Vorgänge, denn man kann diese Redner sicher einordnen, würde man nicht so handeln.

Man sollte also auch die Verantwortlichen des Frauenvereins fragen von städtischer Seite, was es damit auf sich hat. Man sollte aber auch sich selbst fragen, ob es zweckmäßig ist, so zu handeln und damit – gerade mit dem Slogan „Darmstadt bleibt weltoffen“ – totalitäres Denken hoffähig zu machen.

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