Nagie und Selmani: Wiedervereinigung der Herz(ch)en

Abou Nagies LIES-GmbH ist das erfolgreichste Koran-Verteilungs-Projekt in Deutschland und Europa, der Marktführer sozusagen, und er dürfte mit dieser Geschäftsidee wohl der Erste gewesen sein.

Nach einiger Zeit wollte Erol Selmani, in Düsseldorf ansässiger Aktivist der LIES-Aktion, wohl auch ein Stück vom „Dawa-als-Geschäft“-Kuchen abhaben. Er gründete „Siegel der Propheten“ und zog kurzerhand seine eigenes Koranverteilungsprojekt durch. Er verteilt die Übersetzung von Bubenheim und trat damit in Konkurrenz zu Nagie.

Es gab einige erbitterte Wortwechsel zwischen Nagie und Selmani* – so erbittert, dass alleine dieser Kampf um die Meinungsführerschaft eine Geschäftsabsicht vermuten ließ. Wenn beide Übersetzungen in Ordnung sind und es beiden nur um die Dawa, die Mission, ginge, wäre das sonst nicht erklärlich.

Selmani war nur mäßig erfolgreich mit dem kopierten Konzept. Bis auf Hamburg und Düsseldorf wurden über die Republik lediglich vereinzelt (auch mal in Frankfurt) Aktivisten mit der gleichartig aufgemachten, aber andersfarbig durchgestylten Aktion gesichtet.

Selmanis hat „Siegel der Propheten“ mittlerweile in der Talstraße 101 in Düsseldorf als Verein eingetragen. Die Gemeinnützigkeit wurde dem Verein vom Finanzamt Köln jedoch vor Kurzem verweigert.

Aktuell haben Nagie und Selmani beschlossen, sich wieder miteinander zu vertragen und hat gemeinsam ein großes „wir sind eine Ummah“-Video veröffentlicht:

 

 

Man könnte die Vermutung haben, dass bei den mutmaßlichen Geldströmen und der jetzigen Lage die Gelder für die Dawa bei Flüchtlingen besonders üppig fließen. Das reicht für zwei, da ist Nagie wohl großzügig. Und weil er gerade in Geberlaune scheint, aber doch ein wenig Pathos nicht fehlen darf, ernennt er sozusagen Selmani gleich zu seinem Kronprinzen. Der Mann der Zukunft, der, der das Projekt weiterführen wird, würde gekört. Das wird Brahim Belkaid, Bilal Gümüs und Saif Uddin zwar ein bisschen ärgern, die die ganze Zeit fleißig für den Chef unterwegs waren. Vielleicht kann man ihnen aber in dieser misslichen Lage die Bibel andienen. So die Geschichte vom verlorenen Sohn zum Beispiel.

* An anderem Ort war darüber berichtet worden:

http://boxvogel.blogspot.de/2014/11/von-erol-selmani-und-ibrahim-abu-nagie.html

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