Frankfurt – Berlin: Kurze Wege

NBS, I.I.S. und ihre ähnliche Doppelstrategie

Seit einiger Zeit tritt für die Pressearbeit der Neuköllner Begegnungsstätte eine eigene Pressesprecherin auf, Frau Juanita Villamor-Meyer. Sie gibt z.B. solche schönen und freundlich-verbindlich scheinenden Interviews wie hier im August. Da ist alles schön und warm, die NBS ein Opfer finsterer Verfasssungsschützer, die wegen der Nennung im Verfassungsschutzbericht natürlich verklagt werden sollen:

Mehr Religion als Mittel gegen Terrorismus? Und dann genau dann natürlich die eigene Variante? Spannend.

Frau Villamor-Meyer wird auf der Seite der NBS direkt aufgeführt:

http://www.nbs-ev.de/kontakt/2-pressekontakt

Frau Villamor-Meyer war einem größeren Publikum erstmals im Frühjahr bekannt geworden:

 

Dazu:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/03/30/berlin-verkennungen-einer-begegnungsstaette/

Auch in der aktuellen Frage übernimmt sie für die NBS die Kommunikation mit der Presse:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/24/nbs-zurueck-in-die-zukunft-iii/

Vorher war Frau Villamor-Meyer für das „Berliner Forum für Religionen tätig“:

https://vunv1863.files.wordpress.com/2017/03/villamor-meyer-170330-verein-e28093-berliner-forum-der-religionen.pdf

Auf der Seite der „franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog e.V.“ zeichnete sie die guten Wünsche zum Jahreswechsel 2015/6 mit

http://1219.eu/gruesse-zu-weihnachten-und-zum-jahreswechsel/

Der Mitzeichner Dr. Thomas Schimmel ist einer derjenigen, die sich derzeit vehement für die NBS und auch Herrn Sabri persönlich einsetzen. Dies geschieht, in dem man zum Beispiel Journalisten, die ihren Job machen und kritische Fragen – die mehr als berechtigt sind – stellen, persönlich angeht mit „Offenen Briefen“. Diese Briefe stellen genau die in

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/24/nbs-zurueck-in-die-zukunft-iii/

beschriebenen Manöver dar. Es wird angegangen, die Berichterstattung angeprangert und dann eine dicke neue Schicht Marketing drübergepinselt. Das Wahre soll hinter dem vielen, angeblich Schönen und Guten zum Verschwinden gebracht werden. Potemkin in der live-Schalte.

Schaut man bei Frau Villamor-Meyer noch weiter zurück, so wirkte Frau Villamor in den Jahren zuvor in Hessen:

https://www.uni-frankfurt.de/59458184/PDF_Summerschool.pdf

Und dann findet sich ein erstaunlicher Auftritt in Hessen (hier fälschlich mit F. angegeben), ein Auftritt bei bpb und AGAH für einen Verein:

http://www.agah-hessen.de/fileadmin/Dokumente/Termine/2015/150203__Flyer.pdf

In dem langen Skript zur Veranstaltung findet sich jedoch die Frau Villamor-Meyer:

http://www.agah-hessen.de/fileadmin/Dokumente/Publikationen/uebersicht/150314_Doku_Fachtagung_150314_klein.pdf

Das I.I.S., ist der Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen I.I.S. in Frankfurt. Der Verein wird der Islamischen Gemeinde in Deutschland (IGD) und damit der größten Organisation, in der sich Muslimbrüder zusammenfinden, zugerechnet. Das IIS ist seit Jahren als muslimbrudernahe Einrichtung auch vom hessischen Verfassungsschutz bestätigt.

https://www.ezw-berlin.de/html/15_8530.php?fbclid=IwAR0vh98DZE9Cn57xsMMvycHBMI_A_Dr9DHicnHWo1czTU0YPHNmGDu01bA8

update 5.6.2019:
Beim EZW wurde der Wortlaut des Zitats im Artikel wie folgt verändert:

„IIS ist laut LfV Hessen der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) und damit der mitgliederstärksten Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft hierzulande zuzuordnen.“

Zu diesem Verein, dessen große Baupläne dieses Jahr breiter bekannt wurden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/11/06/frankfurt-muslimbrudermarketing-fuer-fortgeschrittene/

Auch dort die delikate, langjährig unter Beihilfe von Kirchenfunktionären austarierte und subtil in der Mehrheitsgesellschaft platzierte Doppelstrategie:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/10/25/nah-naeher-am-naechsten/

Das ist doch wunderbar. Es erschient so, als sei da über einen Umweg eine echte hessische Fachkraft angeworben worden. Erprobt schon im Auftritt für eine weitere IGD-nahe Organisation. Das hier wundert dann auch nicht wirklich: Der Frankfurter Akteur Mohamed Johari liked auf der Seite Matars seine Einlassung zum Offenen Brief Schimmels, in dem der RBB angegangen wird:

 

Quelle: fb-Seite Matars, Abruf 27.12.2017

 

Das ist ein posting VOR der ersten Bild-Berichterstattung über Matar, also bevor Matar öffentlich zentriert wurde. Das gibt zu denken. Zu denken gibt auch, dass auch in Frankfurt anscheinend zur Zeit ordentlich Geld vorhanden ist, denn man plant überaus großzügig.

Dem hier kann man allerdings nicht zustimmen:

Kultursenator fordert mehr Einmischung des Forums der Religionen
Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer wünscht sich mehr Einmischung vom Forum der Religionen. Die dort geförderte Multireligiosität sei elementar wichtig für das Zusammenleben in Berlin.

https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/11/22/kultursenator-fordert-mehr-einmischung-des-forums-der-religionen/

Noch mehr Muslimbruder-Marketing, noch mehr Konstruktion von einheitsreligiösen, Gegenrealitäten, weil einige so verliebt sind in die schönen Bilder, die in ihren Köpfen erzeugt werden? Da hat man den Eindruck, dass da jemand überhaupt nicht durchblickt, aber schöne Bilder mag. Und wer erzeugt schöne Bilder neben den Kirchen? Genau. Aktuell der Spiegel, der Herr Sydow.
TV aber auch. Mit unkritischen Porträts, die wie Werbefilme anmuten, für Taha Sabri (s. blog-Beitrag) oder den Herrn Matar erzeugt man zwar schöne Bilder, aber man geht einer geschulten Eigendarstellung auf den Leim (das ist die freundlichste der schlechten Deutungen, die einem zu einer solchen journalistischen Leistung einfallen):

https://www.zdf.de/politik/wahlen/mohamed-mata-ibd-onl-100.html

Nein. Keine Kommune braucht noch mehr Einfluß von Strukturen, die ihre frommen Wünsche so sehr lieben, dass sie sie instrumentalisieren lassen und unter ihrem Schutzschirm dann auch radikale Strukturen gedeihen lassen. Und auch Berliner (alle!, auch die Muslime anderer Richtungen!) im Allgemeinen sollten sich fragen, welchen Nutzen sie nun genau davon haben, dass genau diese Einrichtung wahrheitswidrig als das Berliner Musterörtle einer gelungenen und GG-konformen Integration abgefeiert wird.

Vivat, crescat, floreat?
Ja. Aber nicht solche Strukturen, die eine Gegenrealität entwerfen wollen und anscheinend billigend oder unwissend in Kauf nehmen, dass ihre Kombattanden ihre Gesellschaftsvorstellung als Gegenmodell gegen unser Gemeinwesen setzen wollen. Die das mit harmlos erscheinenden Personen geschickt in die Medien bringen, alles mit der Haltung, angeblich moralisch überlegen zu sein. Das sind sie nicht, wenn sie Gegner dieses Gemeinwesens zu dessen Freunden umdichten wollen, nur weil sie selber sich täuschen. Das Wahrnehmungsproblem einzelner darf nicht das der Gesellschaft werden, auch wenn die Organisationen sogar die Öffentlichkeitsmitarbeiter tauschen und damit viel mehr „Einheitsreligion“ vorführen, als auch progressiven Christen lieb sein wird.

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