Berlin: Al Nur-Chef arbeitet mit Geflüchteten

„Integra Integrative Sozialarbeit e.V.“ hat Vorstandsvorsitzenden des Al Nur Trägervereins im Team

Berlin hat ein erhebliches Problem mit Salafisten und den Orten, an denen sie sich treffen. Nicht erst aus dem aktuellen Lagebild geht hervor, dass die Szene wächst:

Der Verfassungsschutz rechnet zurzeit 950 Berliner zur Salafisten-Szene.

https://www.morgenpost.de/berlin/article213143905/Das-weiss-der-Verfassungsschutz-ueber-Berlins-Salafisten.html

Die Berliner Al Nur Moschee ist bundesweit bekannt als ein relevanter Veranstaltungsort, ebd.:

Die salafistische Ideologie mit ihrem rigiden und antidemokratischen Koranverständnis entstand aber nicht in der Türkei, sondern in arabischen Ländern – als Spielart des Wahhabismus, der sich ab dem 18. Jahrhundert in Saudi-Arabien etablierte. Auch in Berlin wird die salafistische Ideologie daher meist in arabischen Moscheen gepredigt – etwa in der Al-Nur-Moschee.

Die Gebetsstätte im Neuköllner Gewerbegebiet ist eine der größten Moscheen Berlins und seit Jahren wichtiger Anlaufpunkt für Salafisten. Laut Studie sind mindestens gut 200 der vom Verfassungsschutz als Salafisten eingestuften Berliner regelmäßige Besucher der Al-Nur-Moschee.

Die Moscheen sind meist so organisiert, dass Trägervereine hinter den Einrichtungen stehen (so auch in Berlin und bei dieser Moschee). Der Einschätzung, dass diese Vereine die Strukturen sind, die die Ausrichtung bestimmen, kann nur beigepflichtet werden

Die Trägervereine der Gotteshäuser seien „das Rückgrat der salafistischen Infrastruktur in Berlin“, heißt es in der Analyse.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/verfassungsschutz-studie-salafisten-szene-berlin/seite-2

Diese Infrastruktur der Gegengesellschaft, seien es nun Muslimbrüder oder Salafisten, ist auch bereits relevant in andere städtische Strukturen eingeflochten. Das ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die Personen, die hinter den Problemvereinen stehen, zu wenig öffentlich bekannt sind. Schaut man z.B. bei der Al Nur Moschee nach, so finden sich diese Herren:

Beim Vorstandsvorsitzenden der Al Nur, mit der Funktion benannt, bestünde sicher Konsens, dass er nicht mit Geflüchteten arbeiten sollte. Zu groß wäre die Gefahr, dass jene, die sich integrieren sollen, von einem solchen Funktionsträger in seine Gegengesellschaft, nicht jedoch in die Mehrheitsgesellschaft integriert werden. Aber natürlich wird bei derart ideologisch positionierten Personen dennoch die Ambition bestehen, weiteres Publikum, Anhänger und Gefolgschaft zu finden. Was liegt da näher, als sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren? Nicht als Al Nur Vorstandsvorsitzender, aber als Dr. Izeldin Hamad, Soziologe und Arabist?

Der Berliner Verein Integra ist ein Integrationsverein, der sich nach eigener Angabe den Hilfebedürftigen zuwendet:

Der Verein wurde im März 2005 von Sozialarbeitern und Sozialpädagogen verschiedener kultureller Herkunft gegründet, die in Hilfeberufen langjährige Erfahrungen besitzen. Die Zielgruppe des Vereins wird wahrscheinlich überwiegend aus Menschen mit Migrationshintergrund bestehen. Hier wird besonderer Wert darauf gelegt, den Hilfedürftigen insbesondere ihren kulturspezifischen und sprachlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dementsprechend beabsichtigt Integra e.V. die Kinder, die Jugendlichen und die Familien aus afrikanischen Ländern, dem arabischen Raum, Osteuropa, der Türkei und Kurdistan als Zielgruppe der Angebote zu definieren. U.a. wird der Verein im Besondern Angebote für gewaltbereite, delinquente und schuldistanzierte Kinder und Jugendliche bereitstellen.

Der Verein ist mehrheitlich von Türkischstämmigen getragen.

Die Berliner Morgenpost stellt den Verein 2010 lobend heraus:

Ein beachtlicher Erfolg, der nicht zuletzt den knapp 3700 Vereinen in der Stadt zu verdanken sein dürfte, die sich um soziale Belange kümmern. Viele haben speziell die Probleme von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Blick, so wie Integra. Der Verein für Integrative Sozialarbeit wurde 2005 von dem türkischstämmigen Sozialpädagogen Kazim Yildirim gegründet. […}Die meisten der 30 Mitglieder des Vereins arbeiteten gemeinsam mit dem Gründer schon jahrelang als Familienberater in dem von den Jugendämtern angebotenen Programm „Hilfe zur Erziehung“. Es sind Pädagogen, Therapeuten, Lehrer. Das Besondere: Beinahe alle haben selbst einen Migrationshintergrund, das Integra-Team spricht 17 verschiedene Sprachen, unter anderem Arabisch, Türkisch, Polnisch, Vietnamesisch und Rumänisch.

https://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article104073749/Hilfe-fuer-Kinder-und-Jugendliche-in-17-Sprachen.html

In diesem Verein ist nun – nach eigenen Angaben dieses Vereins – unter seinem Namen, aber ohne Benennung seines „ehrenamtlichen Engagements“ der Vorstandsvorsitzende der Al Nur tätig: Weiterlesen

Advertisements

Die Kette der Solidaritäten

Über Präventionsanbieter, die durch falsche Solidarisierung das Geschäft der Muslimbrüder und Salafisten besorgen

Zu den vielfachen Strukturbildungen der Präventionsanbieter war bereits einige Male geschrieben worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/02/19/wer-schuetzt-vor-dieser-praevention/

Auch der Berliner Jugend-Seelsorger Matar, der bei der Gedenkfeier auf dem Breitscheidplatz auftrat, war hier bereits behandelt worden und auch, welche zivilgesellschaftlichen Akteure für ihn Position beziehen:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/24/nbs-zurueck-in-die-zukunft-iii/

Es gab eine kleine konzertierte Medien-Aktion islamistisch konnotierter Strukturen und Medien:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/28/gegenrealitaet-und-ihre-medien/

Es gibt den Versuch, Öffentlichkeit und auch Gegenöffentlichkeit für die Gegenrealtät zu organisieren, dass z.B. Muslimbrüder keine seien und Muslimbrüder auch keine Extremisten. Matar und die NBS sollen zu normalen Muslimen umgedeutet werden, etwas, wozu man berechtigt eine andere Sicht haben kann. Normale Muslime haben eben nicht derlei Kontakte zur IGD. Ziel ist, dass die öffentliche Meinung den legalistischen Islam und damit den politischen Islam gar nicht mehr wahrnehmen soll. Es sind alles nur Muslime und wer da ungewollt differenziert, wird der „Islamophobie“ geziehen. Mit diesem Begriff soll auch statthafte und konkret begründete Struktur- und Organisationskritik in den Ruch der Muslimfeindlichkeit gestellt werden. Das ist ein ganz unerhörtes Unterfangen, denn normale Muslime haben mit diesen Strukturen und Organisationen nichts zu tun und wollen oft auch mit diesen nichts zu tun haben. Deswegen auch die zu verzeichnenden Versuche, eben nicht auf die Belege einzugehen: Es wird trotz konkreter Kritik wahrheitswidrig „Pauschalisierung“ vorgeworfen, damit man hinter ganz unbeteiligten Muslimen Schutz nehmen kann.

Man möchte also den Extremismusbegriff nicht nur bei Matar und der NBS, sondern allgemein verschwinden lassen. Daran haben alle ein Interesse, die entweder einen politischen Islam vertreten oder ihn aus anderen Gründen, z.B. wegen temporärer pekuniärer oder politi8scher Interessen, voran bringen wollen. Solche Interessen sind breiter gestreut und auch im nichtmuslimischen Bereich vorhanden.

In den letzten Tagen haben sich verschiedene Akteure, die aus der öffentlichen Hand für Anti-Extremismusarbeit bezahlt werden, mal mehr, mal weniger offen solidarisiert.

Hier mit Matar selber (Vereinsseite „Islam auf deutsch“; in dem Verein sind u.a. Personen organisiert, die in Hessen bei und mit dem Violence Prevention Network (VPN) von Hessen bezahlt Extremismusarbeit machen sollen, s. Beiträge auf diesem blog):

Quelle: fb-Seite des Vereins, Abruf 05.01.2018

[In den letzten Tagen wurden alle weiteren Medien-Erfolge des Matar-Narrativs weiter verbreitet, s. diese fb-Seite*]

Der Verein ufuq weist gar explizit auf die Sicht der Einrichtung NBS hin. Eine solche, nur zur Kenntnisnahme empfohlene Verbreitung macht deutlich, dass bei ufuq wohl deren Sicht schwerer wiegt als die des Verfassungsschutzes. Dass die NBS unter Beobachtung steht, sucht man dort seitens ufuq vergeblich. Der Träger verkennt, in wessen Auftrag er eigentlich aktiv sein soll. Ein solcher öffentlicher und öffentlich bezahlter Auftrag schränkt die Zone derer ein, mit denen  man sich berechtigt noch gemein machen sollte:

Quelle: ufuq fb-Seite, Abruf 05.01.2018

https://www.facebook.com/ufuq.de/

Aktuell nun auch der Herr Mücke selber, also der Geschäftsführer von VPN auf seiner persönlichen Weiterlesen

Berlin: Einmal Petrus, bitte!

Über den Jugendseelsorger Mohamed Matar, der ein weiteres Mal mittendrin statt nur dabei war

Die meist jährlich abgehaltene Veranstaltung „Islam leben“ ist ein Event, für das Wolfgang Borgfeldt verantwortlich zeichnet:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/08/21/bruederliches-familientreffen/

Borgfeldt alias Muhammed Siddiq ist Konvertit und im Bereich der Muslimbruderschaft ein alter Fahrensmann, der für die Strukturbildung in Deutschland erhebliche Verdienste erworben hat. In dem Wikipedia-Artikel kommen seine vielfachen Betätigungen und Einbindungen nur unzureichend vor:

https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Siddiq_Borgfeldt

Mittlerweile sitzt er in wichtigen Gremien wie dem ECFR und dem Fatwa Ausschuss für Deutschland.

https://vunv1863.wordpress.com/?s=siddiq

Im Jahr 2016 lud man für „Islam leben“ einmal breiter ein. Üblicherweise ist man aber eher unter sich. Unter sich heißt hier, dass fast ausschließlich Personen mit dabei sind, die dem Muslimbruderschaftsumfeld angehören. Schließlich sind meist Größen der Bewegung wie Ibrahim El Zayat mit dabei. Das ist also eine weitgehend exklusive Veranstaltung. Da anwesend zu sein – die Veranstaltung 2016 einmal ausgenommen – ist nahezu belegend, der Bewegung anzugehören.

Der Pfarrer der Berliner evangelischen Gedächtniskirche, Martin Germer, hatte in den vergangenen Wochen keine Gelegenheit ausgelassen, sich öffentlich massiv in Pose zu werfen für die Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) und ihre sichtbaren Protagonisten. Wie man hört, ging er auch aktiv auf die Medien zu, um seinen durchaus bescheidenen „Wissensstand“ immer wieder und wieder – ausgestattet mit der Position, die er nun einmal inne hat – heranzutragen. Da will jemand auch gegen die Indizien unbedingt Recht behalten. Da wurde relativiert, da wurde immer klar, Weiterlesen

Frankfurt – Berlin: Kurze Wege

NBS, I.I.S. und ihre ähnliche Doppelstrategie

Seit einiger Zeit tritt für die Pressearbeit der Neuköllner Begegnungsstätte eine eigene Pressesprecherin auf, Frau Juanita Villamor-Meyer. Sie gibt z.B. solche schönen und freundlich-verbindlich scheinenden Interviews wie hier im August. Da ist alles schön und warm, die NBS ein Opfer finsterer Verfasssungsschützer, die wegen der Nennung im Verfassungsschutzbericht natürlich verklagt werden sollen:

Mehr Religion als Mittel gegen Terrorismus? Und dann genau dann natürlich die eigene Variante? Spannend.

Frau Villamor-Meyer wird auf der Seite der NBS direkt aufgeführt:

http://www.nbs-ev.de/kontakt/2-pressekontakt

Frau Villamor-Meyer war einem größeren Publikum erstmals im Frühjahr bekannt geworden:

 

Dazu:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/03/30/berlin-verkennungen-einer-begegnungsstaette/

Auch in der aktuellen Frage übernimmt sie für die NBS die Kommunikation mit der Presse:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/24/nbs-zurueck-in-die-zukunft-iii/

Vorher war Frau Villamor-Meyer für das „Berliner Forum für Religionen tätig“:

https://vunv1863.files.wordpress.com/2017/03/villamor-meyer-170330-verein-e28093-berliner-forum-der-religionen.pdf

Auf der Seite der „franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog e.V.“ zeichnete sie die guten Wünsche zum Jahreswechsel 2015/6 mit

http://1219.eu/gruesse-zu-weihnachten-und-zum-jahreswechsel/

Der Mitzeichner Dr. Thomas Schimmel ist einer derjenigen, die sich derzeit vehement für die NBS und auch Herrn Sabri persönlich einsetzen. Dies geschieht, in dem man zum Beispiel Journalisten, die ihren Job machen und kritische Fragen – die mehr als berechtigt sind – stellen, persönlich angeht mit „Offenen Briefen“. Diese Briefe stellen genau die in

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/24/nbs-zurueck-in-die-zukunft-iii/

beschriebenen Manöver dar. Es wird angegangen, die Berichterstattung angeprangert und dann eine dicke neue Schicht Marketing drübergepinselt. Das Wahre soll hinter dem vielen, angeblich Schönen und Guten zum Verschwinden gebracht werden. Potemkin in der live-Schalte.

Schaut man bei Frau Villamor-Meyer noch weiter zurück, so wirkte Frau Villamor in den Jahren zuvor in Hessen: Weiterlesen

NBS: Zurück in die Zukunft III

Über einen „Radikal-Imam“, die NBS und ihre Testimonials

Nach der Gedenkfeier zum Jahrestag des Anschlages am Breitscheidt-Platz fanden einige erhitzte Diskussionen statt. Wie schon bei einer kleineren Feier zuvor waren Vertreter eines politischen Islams zur Andacht geladen worden. Konkret handelte es sich um Vertreter von Einrichtungen, die vom Berliner Verfassungsschutz einem muslimbrudenahen Milieu zugeordnet werden. Bei vielen Personen, die wahrnahmen, dass es sich bei hervortretenden „muslimischen Vertretern“ bei dieser Feier mitnichten um liberale Muslime, sondern vielmehr um legalistisch agierende Personen und Verantwortungsträger  von derartigen Vereinen handelte, sorgte diese Einladung für Kopfschütteln und manche Entrüstung: Wie um alles in der Welt kann man Personen, die einem islamistischen Weltbild anhängen, zu einer Trauerfeier für Opfer islamistischen Terrors laden?

Während die Medien im Allgemeinen darauf eher nicht eingingen, ging ein Artikel in der BILD etwas zeitverzögert mehr in die Tiefe. Genau der Punkt wurde betrachtet: Die anwesenden Imame wurden nicht nur in ihrer Selbstdarstellung gegenüber der Mehrheitsgesellschaft, sondern auch in ihren anderen Aktivitäten zur „eigenen Community“ hin betrachtet. Die BILD stellte einer geneigten, ziemlich paternalistischen Sicht auf die Bevölkerung und diese Muslime einen Rundumblick, wenigstens aber eine Ergänzung entgegen.

Die Aufregung war danach groß, denn schon die Überschrift reizte den Widerspruch der PRO-Fraktion aus. Der Mangel des BILD-Artikels war, dass er die Fülle der neuen Belege und Hinweise gar nicht darstellen, ja noch nicht mal erahnen lassen konnte.

Allerlei Fürsprecher für die Neuköllner Begegnungsstätte, den Imam Taha Sabri und auch den jungen Imam, Mohamed Matar, meldeten sich nun zu Wort. Weniger in einer faktenorientierten Weise, die die schon von der BILD vorgebrachten Belege würdigt, sondern sie stellten ihr Bild, das im Wesentlichen der gewünschten Selbstdarstellung der Protagonisten entsprach, einfach dagegen. Es wurde also nicht aufgelistet, dass dieser oder jener Beleg sie nicht überzeugt hätte und warum, sondern sie setzten einfach ihre Realitätswahrnehmung dagegen und meinten wohl, dass derjenige, der mehr Medienmacht aufbauen könnte, die Realität nach eigenen Wünschen konstruieren könne. Beim RBB wurde, siehe dessen Stellungnahme, ähnlich verfahren.*

Diese Methode kommt ganz ohne Sachkenntnis und ernsthafte Debatte aus. Man diskreditiert einfach denjenigen, der eine Feststellung trifft, wie den Berliner Verfassungsschutz, indem man z.B. allerlei Fragwürdigkeiten aus der Vergangenheit auflistet, die diesem noch nicht einmal direkt zuzurechen sein müssen. Diffuses Gemunkel reicht durchaus aus. Dann führt man all die schönen Dinge vor, die man zu berichten weiß. Mit diesem Verfahren findet also keine echte Sachdebatte um Kritikpunkte mehr statt, sondern es wird mehr auf Marketing und Lobbytätigkeiten gesetzt. Das Bemerkenswerte ist, dass die meisten der Lobbyisten dadurch sichtbar wurden, dass nur ein Teil der Belege zunächst angeführt wurde. Da glaubte man wohl (noch), obsiegen zu können mit ein wenig Marketing und Ablenkungen.

Es meldeten sich ein „Leadership Berlin“ Netzwerk, eine Franziskaner-Initiative mit dem Projekt „Lange Nacht der Religionen“ und der evangelische Pfarrer Germer zu Wort. Beim letzten größeren Eklat (bei Constantin Schreibers „Moschee-Report“) hatte sich ja schon das „Berliner Forum der Religionen“ mit seiner Pressesprecherin Villamor-Meyer vor die NBS gestellt. Diese Dame scheint jetzt gleich ganz zur NBS gewechselt zu sein. Hier nun einige Stellungnahmen, man macht sich die jeweiligen Sichten der anderen Teilnehmer zu Eigen:

 

und die „Lange Nacht der Religionen“: Weiterlesen

NBS: Zurück in die Zukunft II

In Teil I war es um aktuelle Entwicklungen in und um die Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) gegangen:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/21/nbs-zurueck-in-die-zukunft/

In diesem Artikel war ein neues Gesicht vorgestellt worden, das einige Male schon für die NBS stand. Der EIHW-Student* Mohamed Matar wirkte als Vertreter dieses Vereins.  Bei Matar zeigt sich nach meiner Meinung in archetypischer Art und Weise die „doppelte Buchführung“ legalistischer Islamisten einmal zur Mehrheitsgesellschaft und zur „eigenen“ Community hin.

Auf der einen Seite betont er im Video unten, dass er „ausgebildeter Kriminalkomissar mit Staatsexamen“ sei und eine Verwaltungsschule mit Studien-Inhalten wie Staatsrecht etc. durchlaufen habe, also Dipl. Verwaltungswirt sei (andernorts). Er gibt im Alter von 25 Jahren damals an, er habe eine „zweijährige Umorientierungsphase“ durchlaufen (man könnte da einmal zusammenzählen):

http://erfolgreichundmuslim.com/interview-mit-mohamed-matar-dipl-verwaltungswirt-student-islamwissenschaften/

Update 25.12.2017, 23:30: Diese Seite wurde anscheinend entfernt, es kommt nur noch 404. Deswegen die zu Beleg- und Dokumentationszwecken gespeicherte Version hier:

Interview mit Mohamed Matar – Dipl. Verwaltungswirt & Student Islamwissenschaften (Lesezeit 3,5 min

 

Er stellte bei Auftritten in der Mehrheitsgesellschaft diese Seite seiner Person ausgiebig zur Schau. In dem Verein JUMA e.V.** ist er nach eigenen Angaben Gründungs- und Vorstandsmitglied:

http://www.juma-ev.de/2016/06/jumaner-bringen-sich-beim-cdu-forum-fuer-integration-ein/

Zu JUMA:
Vor­aus­set­zung für die Teil­nahme ist, dass die Jugend­li­chen zwi­schen 17 und 25 Jah­ren alt sind und sich auch über ihre isla­mi­sche Iden­ti­tät defi­nie­ren.“

http://www.juma-ev.de/juma/

Die „islamische Identität“ erscheint eher als primärer Aspekt, der durch dieses Projekt womöglich weiter angehoben wird in der persönlichen Gewichtung. Auf die Vorselektion erfolgt eine weitere Priorisierung der religiösen Identität, wie es scheint. JUMA und seine Aktiven haben wahrscheinlich beste Verbindungen in die Politik und die Stiftungslandschaft, schon alleine, weil es wohl auch prominente weitere Gründungsmitglieder gibt. Es wäre also für eine Person, die in muslimbruderähnlicher Weise vorgeht, sehr nützlich, in diesem Verein tätig zu werden.

Zur Mehrheitsgesellschaft hin also ein vielfach lobenswert engagierter junger Mann, dessen andere Einbindungen und Betätigungen Akteure aus der Mehrheitsgesellschaft schlicht meist nicht einordnen können, ja, sie oft nicht einmal kennen werden. „Europäisches Institut für Humanwissenschaften, ist das was mit Ethnologie oder Anthropologie?“ hört man solche Akteure förmlich grübeln. Da sie ohne Belesen nicht auskämen und sie das meist nicht tun, bleibt es also bei dem gewünschten Eindruck. Da kann man mit Freiundlichkeit und Höflichkeit punkten und genau das wird der Herr Matar sicher tun. Ich glaube fest daran, dass er in diesen Kontexten vorzügliche Manieren an den Tag legt.

Schaut man hingegen einmal genau nach, bietet sich eine etwas andere Aussicht.

Aus den „Erfolgreich und Muslim“-Angaben:

jahrelang stellvertrender Vorsitzender des Islamischen Jugendzentrums Berlin

Zum Islamischen Jugendzentrum Berlin (IJB) aus dem Berliner Verfassungsschutzbericht 2016, das ist eine weitere verfassungsschutzrelevante Organisationsstruktur:

Diese werden von dem „Islamischen Jugendzentrum Berlin e.V.“ (IJB)*** seit 2012 veranstaltet und koordiniert.45 Die IJB bewarb eine Veranstaltung am 17. Juli in den Räumen des IZDB, um die Schulabschlüsse muslimischer Jugendlicher zu feiern und kooperierte bei der Durchführung mit allen Vereinen in Berlin sowie mit der IGD. Als gemeinsame Veranstalter fungierten IGD**** und IJB bei der Durchführung der „YouCon“, einer islamischen Jugendkonferenz, die am 24. und 25. Dezember im IZDB stattfand. Das IJB und die NBS führten gemeinsam eine „Winterhilfe“ für Bedürftige während der Kälteperiode durch, bei der die Helfer Warnwesten mit den entsprechenden Vereinsemblemen trugen.

Herr Matar ist also seit vielen Jahren in einschlägigen Kreisen unterwegs, aktiv und verantwortlich.
In dem gestrigen Beitrag war schon seine Verehrung für einen international bekannten Weiterlesen

NBS: Zurück in die Zukunft

Zur NBS, eine Fortschreibung zu Reaktionen und dem neuen Gesicht der NBS

Zur Neuköllner Begegnungsstätte ist schon einiges auf diesem blog geschrieben worden. Von der ersten Sitzung des Fatwa-Ausschusses bis hin zu weiteren Besuchen von Muslimbruderfunktionären:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/03/18/fatwas-made-in-germany/

https://vunv1863.wordpress.com/2017/09/08/nbs-damenprogramm/

Es gibt wenige Vereine, deren Einbindungen so klar, vielfältig und auch eindrucksvoll zu belegen sind.

Nach der Berichterstattung des RBB zu wiederholten Auftritten von Hasspredigern wie

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2017/12/mansour-moschee-neukoelln-a-arifi-seyam-sabri-mueller-.html

gab es verschnupfte Reaktionen seitens der NBS, deren Stellungnahme ausdrücklich zum Lesen und zur Kenntnisnahme empfohlen wird, damit die Sicht der NBS auch hinreichend Wahrnehmung findet:

http://www.nbs-ev.de/presse/nbs-pressemitteilungen

Die aktuelle Pressemitteilung zur Berichterstattung kommt nicht ohne Verschwörungstheorien aus:

„[…]Derzeit läuft eine Klage der Neuköllner Begegnungsstätte gegen den Berliner Landesamt für Verfassungsschutz hinsichtlich der aus unserer Sicht ungerechtfertigten Aufführung im Verfassungsschutzbericht. In seiner nicht öffentlichen Klageerwiderung hat der Verfassungsschutz vor 4 Wochen den Besuch im Jahr 2009 von zwei Islamisten in der Moschee benannt und uns um Stellungnahme gebeten. Kaum hatten wir diese Stellungnahme über einen Anwalt vor Gericht eingereicht, gelangten diese Fragen und Bilder zu dem Besuch der beiden Islamisten in der Moschee an den rbb-Journalisten[…]

Die Belege sind doch öffentlich einsehbar. Die kann sich jeder holen, wenn er weiß, wo.
Im Verlauf ist es auch erstaunlich, welche Testimonials sich zu Wort melden. Testimonials, die bei einer Berichterstattung zu konkreten Sachverhalten beklagen, dass man all das Gute, das ihnen vorgeführt wird, nicht gleichzeitig auch berichte:

„[…]Interessant ist der Zeitpunkt Ihrer Veröffentlichung: Sie fällt in die zeitliche Nähe zur anwaltlichen Antwort der NBS auf eine nichtöffentliche Anfrage des Verfassungsschutzes. Diese Anfrage wurde im Zusammenhang eines Rechtsstreits zwischen NBS und Landesverfassungsschutz gestellt. Dabei geht es um die Frage, ob die NBS zu Recht im Verfassungsschutzbericht erwähnt wird. Der in Ihrem Artikel zum Skandal stilisierte Vorgang vor acht Jahren mit einem Hassprediger und seiner kameratragenden Hilfskraft, der bei seinem Besuch in Neukölln keine vortragende Rolle innehatte, passt da gut in das konstruierte Bild einer salafistischen Moschee.
Noch interessanter ist, was in Ihrem Artikel nicht erwähnt wird und welche Schlussfolgerungen darum nicht gezogen werden […]“

http://nachtderreligionen.de/171220-2/

Man verwechselt dort deutlich Marketing und die Realität. Man übernimmt anscheinend das Marketing und gibt dies nun seinerseits für die Realität aus. Ähnlich wie bei der „Doku“ neulich über Taha Sabri wird den begründeten Vorhalten nicht nachgegangen und nur der persönliche Eindruck zentriert.

Als neues Gesicht wird nunmehr ein junger Mann als weiterer Akteur von der NBS nach vorne gebracht. Es handelt sich um Mohamed Matar.

http://www.culturaldiplomacy.de/mediacenter/index.php?mohamed-matar-nbs-moschee-kulturzentrum-1

Der junge Mann trat am Dienstag bei der Gedenkfeier für die Opfer des Terroranschlags am Breitscheidt-Platz auf:

http://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/islamismus/imam-gedaechtniskirche-54263824.bild.html?wt_eid=2151366001300531826&wt_t=2151388939700294520#_=_

Auf BILD-Nachfrage antwortete die Pressestelle, dass Matar „jegliche Form von Terror und Gewalt ablehnt, unabhängig von wem eine solche ausgeht“.“

Matar gibt zu sich an:

Ich habe 2012 ein Studium und eine Ausbildung als Kriminalkommissar absolviert, wo ich u.a. Staats- und Verfassungsrecht, Strafrecht, Kriminologie und weitere Fächer studiert habe.

Nach dem Diplom als Verwaltungswirt habe ich mich umorientiert und studiere nun seit 2 1/2 Jahren Islamwissenschaften an der FU Berlin und Islamische Studien am Europäischen Institut für Humwanwissenschaften und an der Unversität Hassan II. in Marokko und bei einigen Imāmen und Gelehrten.“

http://erfolgreichundmuslim.com/interview-mit-mohamed-matar-dipl-verwaltungswirt-student-islamwissenschaften/

Update 25.12.2017, 23:30: Diese Seite wurde anscheinend entfernt, es kommt nur noch 404. Deswegen die zu Beleg- und Dokumentationszwecken gespeicherte Version hier:

Interview mit Mohamed Matar – Dipl. Verwaltungswirt & Student Islamwissenschaften (Lesezeit 3,5 min

Das ist das in Frankfurt residierende Institut*, das vom Hessischen Verfassungsschutz der Muslimbruderschaft zugeordnet wird. Man orientiert sich nicht nur dort an den Vorgaben u.a. von Qaradawi.

Dass unter dieser Grundstimmung die Kritik wegen der Veranstaltungen mit Al Arifi & Co angeblich nicht verstanden wird, ist nicht allzu fernliegend. Für Herrn Matar sind das ja anscheinend auch alles nur gute Muslime und kritische Nachfragen und Belege versucht er mit dem modernen Begriff „haten“ umzudeuten:

„Keine Macht den Hatern […]Ich finde es fatal, wie wir in unserer Gesellschaft mit muslimischen Verantwortungsträgern umgehen. Diese Art von Schwarz-Weiß-Malerei und Freund-Feind-Schema wie es bei Sascha Adamek beim rbb und Frank Jansen beim Tagesspiegel Einzug findet, trägt eher dazu bei, dass die zweifelsfrei vorhandenen Gräben zwischen Muslimen und Mehrheitsgesellschaft vertieft werden und dass Leute wie Taha Sabri, die guten Willens sind und in positiver Weise auch zu Themen wie Homophobie, Gleichstellung von Frauen, Gewalt, Grundgesetzorientierung usw, vor den Kopf gestoßen, geächtet und diskreditiert werden. Ich halte das für den völlig falschen Weg. Natürlich darf und soll man Kritik üben an Muslimen – aber sie sollte fair und untendenziös sein!“

aus:

Nein, das ist nur die recht unverfrorene Meinungsmache der NBS-Akteure, die Hasspredigern Zugang gewähren möchten, aber dann, wenn es offenbar wird, nicht dafür geradestehen mögen oder sich verantworten.

Dazu passt, dass Matar nicht nur bei der Konstituierung des Fatwa-Ausschusses anwesend war, sondern auch auf seinem Facebook-Profil eine zeitlang Inhalte eben dieses Fatwa-Ausschusses teilte. Dass dieses Gremium berechtigt als sehr problematisch angesehen wird, sollte er bei seiner Ausbildung (die ja auf eigenen Angaben beruht) eigentlich wissen. Das scheint ihm aber egal.

Quelle: Facebook, Abruf 12.04.2016

 

Matar im Vordergrund neben Ferid Heider, dahinter Abdul Adhim Kamouss.
In dieser Reihe zwei Plätze weiter sitzt wohl Nicholas Blancho, ein bekannter Schweizer Salafist. Das Bild stammt von eben dieser Veranstaltung letzten März.

Da verwundert es auch nicht, dass der Herr Matar so seine Vorlieben äußert: Weiterlesen