Berlin: Neuer Verfassungsschutzbericht 2016 vorgestellt

Wieder deutliche Zunahme der Anhänger der salafistischen Ideologie

Heute wurde der neue Verfassungsschutzbericht Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bericht ist hier abrufbar:

https://www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/publikationen/verfassungsschutzberichte/

Im aktuellen Verfassungsschutzbericht Berlin wird wieder eine deutliche Vergrößerung der salafistischen Szene verzeichnet. So heißt es auf S. 32:

In Berlin ist bis Ende 2016 eine Zunahme von 680 auf 840 Salafisten zu verzeichnen, von denen 380 als gewaltorientiert gelten. […] Das Personenpotenzial der regional gewaltausübenden Islamisten und das der gewaltbefürwortenden islamistischen Gruppen in Berlin ist 2016 mit zusammen 405 Personen
gleich geblieben“

Und zu den Legalisten, ebd.:

„Auch das Personenpotential legalistischer islamistischer Gruppierungen hat sich in Berlin 2016 nicht verändert. Von den 620 legalistischen Islamisten in Berlin sind 500 der „Millî Görüş“-Bewegung (MGB) zuzurechnen, die übrigen 120 der „Muslimbruderschaft“ (MB). 

Neben den Ausführungen zu den Terroranschlägen sind die Erläuterungen zur Berliner Szene, z.B. das Fussilet 33-Verbot lesenswert.

Auf S. 67 und 68 wird auf die Berliner HAMAS-Unterstützerszene eingegangen:

Zu den Organisatoren gehörte auch die „Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ (PGD) mit Sitz in Berlin, deren Anhängerschaft ebenfalls vorwiegend aus HAMAS-Anhängern besteht.
Thematische Schwerpunkte der diesjährigen PRC-Konferenz waren, neben Jerusalem und der Gaza-Blockade, die palästinensischen Flüchtlinge in Syrien bzw. im Libanon sowie die palästinensischen Gefangenen Israels. Aus der Bunderepublik Deutschland reisten rund 1 000 Personen an – allein aus Berlin waren es rund 400.

Interessant sind dazu diese Kontakte zur NBS und zum ZMD hin:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/04/28/berlin-nil-novi-sub-sole/

Wer noch etwas mehr zu den auf S. 72 genannten Hizb ut Tahrir-Aktivitäten, wobei das Personenpotential in Berlin dieser Gruppierung mit 35 überschaubar ist, erfahren möchte bzw. Quellen anschauen will, kann hier lesen:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/05/23/hizbut-tahrir-reloaded/

Relativ ausführlich ist der Abschnitt zu den Aktivitäten der Muslimbruderschaft und den ihnen Weiterlesen

Auswärtiges Amt: Wir sind Papst

In der Menge religiöser Vertreter werden auch Extremisten hoffähig gemacht

Das Auswärtige Amt (AA) ist schon vor einiger Zeit u.a. dadurch aufgefallen, dass die problematische Hilfsorganisation „Islamic Relief“ über Jahre hinweg und mit Millionenbeiträgen gefördert wurde. Die Organisation ist durch die handelnden Personen der Islamischen Gemeinde in Deutschland (IGD) zuzuordnen. Die IGD ist nach Verfassungsschutzämtern die größte Organisation in Deutschland, in der sich Muslimbrüder organisiert haben. Die Mutterstruktur „Islamic Relief worldwide“ wird vom Israelischen Verteidigungsministerium als „Teil des Finanzsystems der Hamas gesehen„, inkl. des deutschen Zweiges. Die Förderung ist seit Ende letzten Jahres Anlaß für eine Überprüfung durch den Bundesrechnungshof:

Die Untersuchung durch den Bundesrechnungshof zur öffentlichen Förderung von Islamic Relief ist für das Auswärtige Amt auch aus einem anderen Grund brisant. Denn schon vor sechs Jahren  hatten die Rechnungsprüfer gravierende Mängel festgestellt: „Vielfach stellte er [der Bundesrechnungshof] fest, dass das Auswärtige Amt die Steuerung und die Erfolgskontrolle seiner Fördermaßnahmen vernachlässigte. So legte es oftmals keine messbaren Ziele fest, bildete keine Indikatoren und fasste den Zweck der Förderung so allgemein, dass eine wirksame Erfolgskontrolle kaum möglich war.

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/01/bundesrechnungshof-prueft-foerderung-von-islamic-relief-.html

Das war noch unter dem jetzigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in seiner Zeit als Außenminister so.

Dass das Auswärtige Amt neuerdings scheinbar auch als Akteur in Religionsfragen benutzt wird, erscheint allerdings neu. Das Amt untersteht Außenminister Sigmar Gabriel. Das AA hatte am Montag zum großen Empfang geladen:

Die Konferenz mit dem Titel „Friedensverantwortung der Religionen“ ist der Startschuss für eine neue Initiative. Interreligiöser Dialog soll zum festen Bestandteil einer neuen Außenpolitik der Gesellschaften werden. Der Ausgangspunkt der Initiative:  nahezu alle Religionen betonen die fundamentale Bedeutung des Friedens. Trotzdem stehen Glaubensfragen immer wieder im Zentrum von Konflikten – auch wenn deren eigentliche Ursachen meist im politischen oder wirtschaftlichen Bereich auszumachen sind.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Interviews/2017/170521-BM-Tagesspiegel.html

Was ist das? Assymmetrische Diplomatie zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Muslim World League beispielsweise? Wenn doch die „eigentlichen Ursachen“ woanders liegen (sollen), warum sich dann mit den „uneigentlichen“ beschäftigen? Langeweile?

Geht man nur nach dem Bild, waren Hindus, Shintoisten, Buddhisten etc. eher nicht geladen (u.V. ich werde das aber einmal nachfragen!):

Über die Konferenz hinaus strebt das Auswärtige Amt darum an, ein Netzwerk für interreligiösen Dialog aufzubauen, das als Frühwarnsystem und Ausgangsbasis für Gespräche vor Ort dienen kann.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/KulturDialog/Aktuell/170522_Friedensverantwortung.html

Wer hat denn da beraten?
Gespräche vor Ort?
Wie darf man sich das vorstellen?
Gespräche mit den Ahmadiyya in Pakistan, mit den Rohingya in Myanmar und das AA stellt sich dann zwischen Staatsmacht und die jeweiligen Religionsvertreter? Hierzulande vielleicht direkte Gespräche mit dem „Deutschen Fatwa-Ausschuss“? Oder direkte Gespräche mit den Mullahs im Iran? Halt – die hat man ja schon (auch schön im Bild aus dem AA eingefangen, wie es scheint).

Der Frieden verschiedener Religionen (!) gilt explizit meist nur dem Gläubigen der gleichen Glaubensrichtung. Weil Religionen, unterschiedliche Religionen, eben lokalen Ursprungs waren. Zur Erinnerung: Unter „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ wurde auch z.B. Sklaverei legitimiert. Pech, dass der Sklave kein wirklich echter Nächster (TM) war, sondern eine Art Ding, über das man verfügen konnte. Dass Religion mit Friedensstiftung meist wenig zu tun hat, dürfte gerade in Deutschland seit dem 30 jährigen Krieg hinreichend bekannt sein. Soziale Gruppen funktionieren besser, wenn Trennendes, wie es Religion nun mal ist als zusätzlich unterscheidendes Merkmal, keine größere gesellschaftliche Rolle spielt und mehr im Privaten stattfindet.

Wahlweise ist der Nicht- oder Andersgläubige eine Person, die abgewertet wird, oftmals beinhalten Religionen schon eine Binnenhierarchie (z.B. Hinduismus, Kastensystem; Islam, Ungleichberechtigung zwischen Mann und Frau bzw. Gläubigen und allen anderen). Dem AA fällt nicht auf, dass es Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten gibt, zwischen Ahmadiyya und den meisten anderen Muslimen und dass das mitnichten politische oder wirtschaftliche Gründe hat, sondern weltanschauliche? Es fällt nicht auf, dass soziokulturelle Unterschiede zwischen den Gruppen immer dann besonders gering waren, wenn Religionszugehörigkeit in einer religiös gemischten Gesellschaft eben keine größere Rolle spielte?

Wenn wir am 22. Mai über einhundert Vertreterinnen und Vertreter des Judentums, des Christentums und des Islam sowie weiterer Religionen aus Europa, aus dem Mittleren und Nahen Osten und aus Nord- und Westafrika im Auswärtigen Amt zu Gast haben, dann ist dies ein Novum. Erstmals führen wir einen engen, langfristig ausgerichteten Dialog mit Religionsvertretern aus aller Welt und fügen unserer Außenpolitik der Gesellschaften einen weiteren Baustein hinzu.

Wer auf eine solche Idee kommt?
Da erscheint – spekulativ – die Achse des Religiösen Gabriel und Mazyek relevant, vielleicht auch die Abteilung im AA, die bislang für die befremdlichen und möglicherweise nach BHO nicht statthaften Zahlungen an obige fragwürdige Institution zumindest dem Anschein nach verantwortlich zeichnete. Man kann ahnen, dass Abbas-Freunde* (ein Holocaust-Leugner z.B.) keine Israelfreunde sind – auch wenn sie es sagen und auch mal jüdische Religionsvertreter eingeladen werden. Das AA verkennt massiv oder befördert auf Anweisung absichtlich, dass solche Veranstaltungen nur dazu dienen, Protagonisten z.B. der Muslimbruderschaft oder des Mullah-Regimes unauffällig hoffähig zu machen als Friedensstifter und Berater. Die Herren religiöse Vertreter sind sich sicher – da hört der Spaß auf und der angeblich friedliche Ansatz auch – nur darüber einig, wie mit Israel zu verfahren ist.

Der Außenminister weiter:
Für das Auswärtige Amt geht es auch darum, seine außenpolitischen Werkzeuge weiterzuentwickeln. „Religion, Glaube – das sind nicht nur Fragen nach der persönlichen Identität, sondern sie definieren auch die Realitäten innerhalb einer Gesellschaft“, betont Gabriel.

Außenpolitische „Werkzeuge?
Indem man definitive Binnenakteure, mögen sie auch supranational aktiv sein z.B. in der Muslim World League, einlädt? Für welche „zivilgesellschaftliche Organisation“ war denn der Herr bin Bayyah geladen? Was bezweckt man, indem man solche Extremisten einlädt?

Text zum Foto:

„شيخنا الإمام عبدالله بن الشيخ المحفوظ بن بيه يصل الى جمهورية المانيا للمشاركة في المؤتمر الدولي للقيادات الدينية بدعوة من وزير الخارجية الألماني.“

FB-Übersetzung:
Mein Scheich Abdullah Ibn Scheich vorne bei ibn Baiya bis zu der Republik Deutschland für die Teilnahme an der internationalen Konferenz für religiöse Führung eingeladen. Der Deutsche Außenminister.

Aber vielleicht spielt das auch keine Rolle mehr, wenn man den Herrn Abbas als guten Freund bezeichnet.*

Den Herrn Mazyek wird das sicher erfreuen, dass man solche Personen lädt (zumindest, wenn das stimmt, was auf der bin Bayyah eigenen FB-Präsenz steht). Hatte er doch fragwürdige bin Bayyah-Texte (eine kleine Auswahl auf diesem blog) zunächst auf die Webseite der gGmbH, die hinter dem Projekt „safer spaces“ steht und die mit Bundesmitteln gefördert wird, hochgeladen. Diese sind mittlerweile gelöscht. Hier Mazyek mit bin Bayyah vorgestern in den VAE:

 

Ein wonniges Bild der Eintracht.

Zur Erinnerung: Der Zentralrat der Muslime hat unter seinem Dach neben u.a. dem Graue Wölfe-Derivat „ATIB“ auch oben schon erwähnte IGD und einige weitere, sehr fragwürdige Einrichtungen, die der Muslimbruderschaft zuzuordnen sind. Man kann auch spekulieren, dass das strategisch dazu dienen soll, die fundamentalistischen Zugänge an die öffentlichen Töpfe in der Tarnung von „Prävention“ zu erhalten. Nicht ungeschickt, wie so n.m.M. wieder eine Verteidigungslinie gegen das BMI, die Sicherheitsbehörden und den Verfassungsschutz aufgebaut wird. Aber schließlich waren auch der international bekannte Prediger Al-Arifi mal in Berlin an prominenter Stelle und der Herr El Zayat war mal im Innenministerium (bei der Deutschen Islamkonferenz), ohne dass sie Berater von Frau Merkel wurden oder von Herrn de Maziere:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/islamkonferenz-trojanisches-pferd-1434076.html

Fehler passieren und es ist Aufgabe einer wachen Presse, dem einmal nachzugehen.

Gabriel in seiner Eröffnungsrede:
Ich erinnere mich noch, dass in meiner Schulzeit getrennt wurde, zwischen katholischen und evangelischen Schülern. Die sollten nicht zusammensitzen.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2017/170522-BM_Friedensverantwortung_Religionen.html?nn=364004

Er macht – in Funktion! – jetzt exakt so etwas, worüber er sich beschwert, nur mit anderer Konnotation**: Er grenzt Menschen ohne Glauben genau dort aus, ist anscheinend nicht der Meinung, dass diese auch zivilgesellschaftlich und weltanschaulich relevant zu Friedensprozessen in der Welt beitragen können. Und ja, WENN weltanschauliche Gruppen eingeladen werden, müssen auch welche eingeladen werden, deren Wertesystem ohne einen religiösen Bezug auskommt. Alles andere ist abwertend, diskriminierend und inakzeptabel.

Was das für eine Strategie ist?
Nun, folgerichtig wäre es, ins AA dann „religiöse Berater“ zu holen. Nicht, weil sie geopolitisch Sinn ergäben. Sondern einfach, weil man sie haben will.  Es handelt sich ja ausdrücklich angeblich um zivilgesellschaftliche Akteure, deren Vertretungsmacht nicht staatlich legitimiert ist. Auf diese Weise kann man auf Umwegen dann solche Herrschaften ins Haus holen – eine „Berater-Ebene“ mehr, die dann angeblich Handlungsoptionen möglich und formell begründbar machte, will man seinen Diensten und Sicherheitsbehörden z.B. eben nicht folgen. Neben den politischen Erwägungen können dann auch die Begründungen religiöser Lobbyisten eingesetzt werden. Das erscheint nicht klug, denn das zieht im Umkehrschluß das AA in die religiösen Konflikte hinein. Jede Seite wird fordern, dass man für sie Partei ergreife. Anstatt über den religiösen Angelegenheit zu agieren, ist man mittendrin. Das nutzt nur wenigen, wenn überhaupt. Das Gemeinwesen ist das wohl nicht.

Kein religiöser Berater ist nämlich so fit wie ein guter Nachrichtendienst, dessen neutrale Informationen eher brauchbar sind als die religiöser Lobbyisten. Welche Art von „Frühwarnungen“ erwartet man denn von „zivilgesellschaftlichen“ Akteuren? Man kann schon spekulieren: Auch der Herr Mazyek wird vielleicht demnächst als „religiöser Berater“ des AA ganz offiziell auftreten. Neben der persönlichen Beratung des Außenministers, die sicher gerne und auf freundschaftlicher Basis gewährt wird.

Spezialisierung ist ein Merkmal hochentwickelter Gesellschaften. Wichtig ist da auch, die eigenen Grenzen des Sinnvollen zu kennen. Vielleicht gibt es Dinge, die das AA einfach dem Papst überlassen sollte.

 

 

 

 

 

* Außenminister Gabriel hatte neulich den Präsidenten der Hamas zu Gast und bezeichnete ihn öffentlich als „guten Freund“:

http://juedischerundschau.de/gabriels-freund-der-holocaust-leugner-abbas-135910800/

** U.a. Gabriel war es zu verdanken, dass innerparteiliche Laizisten – im Gegensatz zu religiösen Gruppen! – eben keinen Arbeitskreis gründen durften.

Moschee-Report Teil 1, ein Nachtrag

Über die NBS 

Von Gastautor

Über die seit Kurzem regelmäßig ausgestrahlte ARD-Sendung „Moscheereport“, für die Constantin Schreiber Moscheen in Deutschland besucht, wird derzeit viel debattiert. Für die einen legt er den Finger in die Wunde, macht auf Missstände aufmerksam, für die anderen sind Schreibers angebliche handwerkliche Fehler und die ihm unterstellte tendenziöse Darstellung das eigentlich größere Problem. Die öffentliche Debatte schwebt nun irgendwo zwischen diesen beiden Polen. Hier noch einmal das Online-Angebot zum Beitrag:

https://www.tagesschau.de/inland/moschee-report-101.html

Auch wenn man grundsätzlich Constantin Schreiber sehr dankbar sein muss für seine Bemühungen um einen konstruktiven, kritischen Dialog über die konkreten Inhalte von Predigten, muss man doch festhalten, dass er relativ sanft vorging. Weiter- und tiefergehende Einbindungen der Vereine wurden wohl nicht untersucht. So wurden zum Beispiel die interviewten Vertreter der „Neuköllner Begegnungsstätte e.V.“ (NBS) nicht danach gefragt, weshalb verschiedene fragwürdige Veranstaltungen dort stattfanden (z.B. Gründung des Fatwa-Ausschuss Deutschland) oder weshalb dort im Jahr 2013 Mohammad al Arifi auftreten durfte. Auch letzteres hätte dem Zuschauer nicht vorenthalten werden dürfen, denn es handelt sich hierbei um einen der bekanntesten salafistischen Prediger weltweit mit enormem Einfluss. Eine Hausnummer: Al Arifi hat über 17 Mio Twitter-Follower, Papst Franziskus 10,6 Mio.

Zitat Muhammad al Arifi am 5. Februar 2012 in einer ägyptischen Fernsehsendung:

„Es besteht kein Zweifel daran, dass die Hingabe an den Dschihad um Allahs Willen und um den eigenen Willen, Blut zu vergießen, Schädel zu zertrümmern und Körperteile abzuschlagen, um Allahs Willen und zur Verteidigung seiner Religion eine Ehre für den Gläubigen ist. Allein diese Vorstellung in deinem Herzen ist ein Zeichen der Ehre, auch wenn du nicht wirklich zum Dschihad schreitest.“

 

In der NBS: Weiterlesen

Kumpan von Berhard Falk verhaftet

Über einen jungen Deutsch-Marokkaner, der sich „Abu Dharr“ nennt, war hier schon vor über einem Jahr berichtet worden:

https://vunv1863.wordpress.com/2015/10/06/falks-dependance-in-berlin/

Gestern gab es in Berlin Festnahmen:

In Berlin wurden am Dienstagabend drei Männer festgenommen, die offenbar für den IS kämpfen wollten. Zwei sollen Kontakt zum Lkw-Attentäter Amri gehabt haben.

http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/razzia-gegen-islamisten-berlin-hessen-festnahmen100.html

Da war er wohl dabei. Dann aber sollte die Reise wohl eher zur Dschabhat Fatah asch-Scham  (ehemals Dschabhat an-Nusra, al Qaida-nah) gehen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Nusra-Front

Der Herr Falk verkündet die Festnahme:

 

Der Herr Falk fordert auch zu Bittgebeten auf (macht Duà).

Anstatt jetzt Bittgebete zu machen, hätte ja vielleicht der Herr Falk genügend Einfluß und auch Weiterlesen

Oh, wie schön ist Panama

Über einen, der sich Journalist nennt

Martin Lejeune ist ein freundlicher junger Mann auf den ersten Blick. Er sagt von sich selber, er sei Journalist. Nun ist das keine Bezeichnung, die geschützt wäre. So kann sich ein jeder nennen, dem es so in der Eigenbeschreibung gefällt, auch wenn es ernsthaften Journalisten das Blut in den Kopf treibt. Um die Infarktrate bei den journalistischen Lesern dieses blogs also nicht mutwillig in die Höhe zu treiben, seien im folgenden Anführungszeichen benutzt. Einen Überblick über seine Aktivitäten bietet ein Wikipedia-Artikel zu ihm:

https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Lejeune_(Aktivist)

Interessanter als die quasi nicht real existierende journalistische Vita von Herrn Lejeune ist allerdings sein aktueller Umgang. Herr Lejeune war und ist Aktivist, der sich der islami(sti)schen Sache insbesondere im Spannungsfeld des Nahen Ostens verschrieben hat.

Der „Journalist“ Lejeune ist vor Jahren zum Islam konvertiert, wie erst kürzlich in einem Video herauskam. Zuvor hatte er sich von „Brüdern“ jedoch für die aktuelle Konversion abfeiern lassen:

 

Drei Tage später dann dieses, er ist in Wirklichkeit schon 2003 übergetreten. Irgendwie zumindest: Weiterlesen

Mehr Geld und Ehre für die Muslimbrüder

Wie Muslimbrüder-nahe Vereine an mehr öffentliche Gelder in Berlin gelangen und dafür sogar Orden kriegen

Fortsetzung zu

https://vunv1863.wordpress.com/2016/07/10/muss-der-berliner-verfassungsschutz-vor-buergermeisterin-warnen/

https://vunv1863.wordpress.com/2016/07/11/berliner-geld-fuer-muslimbrueder/

Von dem Besuch der Bezirksbürgermeisterin Giffey gibt es jetzt auch von Seiten der Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) einen netten kleinen Bericht, der besseren Lesbarkeit halber auch im Text, Beleg unten:

Eindrücke vom Zuckerfest / Id-ul-Fitr für Geflüchtete – danke an Inssan Verein für die Zusammenarbeit und an alle Gäste, die uns beehrt haben, vor allem an Frau Dr. Franziska Giffey und Herr Dr. Fritz Felgentreu!
Die Neuköllner Begegnungsstätte e.V. (NBS) durfte am 08. Juli 2016 in ihrem Hause den Inssan e.V. mit seinem Projekt „Wegweiser: Mentor_innen für Flüchtlinge“ willkommen heißen. Gemeinsam wurde eine Feier zum Ende des Monats Ramadan (Id-ul-Fitr / Zuckerfest) für geflüchtete Menschen in Berlin organisiert.[…]
„Das Fest am Ende des Ramadan gehört genauso dazu wie das Fasten“, sagte Imam Taha Sabri dazu, „es wäre schade, wenn die Flüchtlinge davon ausgeschlossen wären.“ Der Abend begeisterte sowohl die Geflüchteten als auch die zahlreichen Gäste der Vereine und öffentlichen Stellen. Als Ehrengast war auch Frau Dr. Giffey, Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, und Herr Dr. Felgentreu, Mitglied des Bundestages, mit dabei. Sie betonte, dass es nun, nachdem den zahlreichen Menschen geholfen worden sei, darauf ankomme, ihnen Wege in die Gesellschaft, Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Der Höhepunkt der Feier war das Neukölln- Quiz, das von der Bezirksbürgermeisterin persönlich moderiert wurde. Spielerisch haben die Geflüchteten viel über den Bezirk Neukölln gelernt.

Der Verein „Inssan e.V.“ wird auf der Berliner Seite geführt:

http://inkontakte.de/eng/inssan-fur-kulturelle-interaktion-ev-Berlin-10969-76566#.V4N61NKLRxA

und hat seinen Sitz in der Gitschiner Str. 17 10969 Berlin nach Eigenangabe und auch der im Vereinsregister Charlottenburg.

Impressum Inssan 160711

Der Verein ist also dort gemeldet. Dessen Verantwortliche sind auf der Seite des Vereins schwer erkennbar, üblicherweise muss dort eine natürliche Person stehen. Wie häufig bei solchen Vereinen hält man die Namen auch (bewußt) zurück: Schön diffus, man kann alles machen und keiner war es hinterher. Irgendwie. Aber es gibt ja das Vereinsregister. Spätestens dort müssen Weiterlesen

Falks Dependance in Berlin

Ein junger Deutsch-Marokkaner, der seit Jahren zur salafistischen Szene gezählt werden kann, fällt aktuell vor dem Lageso in Berlin damit auf, unter Flüchtlingen für seine Glaubensrichtung zu werben:

 

http://www.bild.de/regional/berlin/salafismus/islamisten-warten-an-fluechtlings-aufnahmestelle-42883738.bild.html

 

Insbesondere mit Bernhard Falk verbinden ihn gemeinsame Aktionen wie letzten September vor dem Bundeskanzleramt:

 

Abu Wimpel 140802

„Abu Dharr“ September 2014  3. v.l., Bild: „Islamischer Staat Berlin“

 

 

Nach der BZ ist er in der Berliner Ar-Rahman-Moschee unterwegs, die als Problem-Moschee gilt:

http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/hier-geht-ein-islamist-in-eine-berliner-moschee

Der junge Mann ist also Al Kaida nah, wie aus einem ZDF-Video hervorgeht:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2322164/Im-Dunstkreis-des-Islamterrors?flash=off&ipad=true

Wie bei fanatisierten Menschen nicht unüblich, gibt es bei diesem Stadium der Einbindung in die Szene nur noch wenig, was man tatsächlich tun kann. Eine Hilfsbedürftigkeit wird nicht empfunden im Rausch der Aufwertung. Zwang ist rechtlich nicht möglich (nur bei Eigen- und/oder Fremdgefährdung). Subjektiv gehört man einer Elite an und die Rückmeldungen der Umwelt werden immer so gedeutet, dass sie zu diesem attraktiven Selbstbild passen. Die graue Realität erscheint dagegen fade und uninteressant.

Insbesondere beachte man den im ZDF-Video lesbaren Beschluss des AG Tiergarten. Der Reisepass wurde entzogen, weil „Abu Dharr“ Kontakt zu Bernhard Falk hatte.

Sicher ist das nur ein Amtsgerichtsbeschluss. Er hat keinerlei Bindungswirkung und stellt eine Einzelfallentscheidung dar. Man muss sich aber fragen, wenn die Person von Falk vom Landesamt für Verfassungsschutz Berlin gerichtsfest so eingestuft wird, dass der Pass entzogen werden kann, andere Bundesländer es nicht schaffen, den JVA-Leitern eine Dienstanweisung zu geben, Falk nicht mehr zu den nicht verwandten Insassen vorzulassen. Ob man vielleicht mal bei den Berlinern nachfragen sollte, um zu erfahren, wie es dort bewertet wird?