Frankfurt: Wie man islamische Legalisten hoffähig macht

Evangelische Akademie Frankfurt und Bildungsstätte Anne Frank Frankfurt kooperieren mit Zentralrat der Muslime Hessen

Für den 5. Februar ist eine Veranstaltung geplant, bei der verschiedene Frankfurter Akteure zum Gespräch über islamistische (De-)Radikalisierung in Deutschland und den USA gehört werden sollen. Veranstalter sind:

Die Veranstaltung der Bildungsstätte Anne Frank, der Evangelischen Akademie, des Landesverbandes Hessen des Zentralrates der Muslime – ZMD e.V. und des US-Generalkonsulats findet in deutscher und englischer Sprache statt.

https://www.facebook.com/events/555529781477160/

Der Zentralrat der Muslime Hessen scheint nicht als eigenständiger Verein organisiert (zumindest zeigte das elektronische Vereinsregister da nichts auf), sondern ist rechtlich wohl eine echte Unterorganisation des ZMD Bund. Zum Landesverband, der strukturell große Schnittmengen mit dem unter Beobachtung stehenden Verein „Deutsch-islamischer Vereinsverband Rhein-Main e.V.“ (DIV) aufweist, aber u.a. noch den großen, dem Grauen Wölfe Spektrum zuzuordnenden Verband ATIB dabei hat, hier ein Vergleich:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/12/07/islamisten-skat/

Und zu der Neubesetzung des Vorstandes, der Vorsitzende El Yazidi trat nicht mehr an (ist aber auf Bundesebene noch Generalsekretär und wurde auch im Zusammenhang mit Präventionsdienstleistern (BAG) als Delegierter des ZMD anerkannt):

https://vunv1863.wordpress.com/2017/03/10/zmd-hessen-neuer-vorstand/

Der Vorstandswechsel erschien als Reaktion, nachdem der DIV, in dem El Yazidi in Funktion war, unter Beobachtung gestellt worden war und nachdem er vom hessischen Justizministerium aufgefordert wurde, nicht mehr in Gefängnissen zu wirken. Einmal Vorrücken der nächsten Reihe bitte, same procedure as everywhere.

Wie kommt es nun, dass man mit einer derartigen Struktur, deren Mitgliedsorganisationen jenseits des  für sie nützlichen „Dialoges“ immer wieder auch Probleme mit Israel und der Anerkennung von Jerusalem haben, kooperiert? Dass man Organisationen, in denen Muslimbrüder sind und Organsationen aus dem Graue Wölfe Spektrum, hoffähig macht? Das ist zwar inakzeptabel und unverständlich, aber nicht neu.

Die Evangelische Stadtkirche hatte sich für den DIV und die Akteure, mit denen man langjährig auch gerne im Rat der Religionen parlierte, vehement gegen die Fachsicht des hessischen Verfassungsschutzes gestellt*:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/10/15/uneingeschraenkte-solidaritaet-ii/

Zuständig für die Akademie sind u.a.:

Kleiner Konvent
Der Kleine Konvent ist der Vorstand, Vorsitzende ist Pröpstin Annegret Puttkammer. Zum Kleinen Konvent gehören weiterhin: OKR Pfarrer Jens Böhm, Leiter Dezernat Personal der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Renate Ehlers, ehemalige Bereichsleiterin des Hessischen Rundfunks; Prof. em. Dr. Otto Ernst Kempen, Akademieleiter a. D. der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main; Stadtdekan Dr. Achim Knecht, Vorsitzender des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt, Stv. Vorsitzender des Großen und Kleinen Konvents; Dr. Rudolf Kriszeleit, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Fördervereins der Evangelischen Akademie Frankfurt; Jürgen Mattis, Leiter des Fachbereichs Beratung, Bildung und Jugend des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Dr. Armin von Ungern-Sternberg, Leiter des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main [AmkA, SHM].“

http://www.evangelische-akademie.de/akademie/wer-wir-sind/

Dr. Knecht ist die Person, die die schützende Hand über den DIV halten wollte, s.o. (und auch will: schließlich sitzt ein direkter Vertreter des DIV, getarnt hinter einer nichtssagenden Bemerkung, weiter im Rat der Religionen). Dr. von Ungern-Sternberg ist mit verantwortlich für die wunderbare, verbesserte Medienarbeit des I.I.S., wie vom Sprecher Mohamed Johari seinerzeit der Presse gegenüber dankbar festgestellt wurde. Das AmkA half da ja nach Auskunft Joharis. Eine rote Linie zur Muslimbruderschaft war da öffentlich nicht erkennbar oder allenfalls 5 cm nach dem Abgrund. Es ist interessant, dass Herr von Ungern-Sternberg auch bei der evangelische Kirche Funktionen ausübt.

Die Bildungsstätte Anne Frank gilt gemeinhin als seriöse Adresse. Nicht nur wegen des Namens, der eine klare Verpflichtung darstellt, sondern auch, weil sie als Träger öffentliche Mittel erhält. Als solcher bietet sie – dem Anschein nach zunehmend – auch Präventionsarbeit im großen Themenfeld Islamismus an oder was sie als solche förderfähig zu schreiben in der Lage ist (was ja frei steht, sofern das ordentlich geprüft wird – gegen allzu genaue Prüfungen hat man aber etwas, s.u.). Unter der aktuellen Leitung jedoch fällt auf, dass mitunter nunmehr fragwürdige Wege beschritten werden.

Sei es, wenn es um die Dekonstruktion der Bedeutung des Extremismusbegriffs geht:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/09/20/jesus-galt-auch-mal-als-extremist/

Sei es, wenn es um die Sicherheitsüberprüfung von Mitarbeitern geht:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/12/03/berechtigte-sorge/

Sei es, wenn es um die Kooperation mit Strukturen geht, die dem legalistischen Islam zugeneigt sind (bzw. da keine roten Linien in einem noch akzeptablen Bereich ziehen wollen):

https://vunv1863.wordpress.com/2018/01/05/die-kette-der-solidaritaeten/

Man wagt sich da anscheinend immer weiter vor, da es an öffentlicher Kritik mangelt. An dieser öffentlichen Kritik mangelt es, weil der Name strahlt und immunisiert und weil nur wenige die Vorgänge wegen ihrer Komplexität nachvollziehen (können, sollen). Eine gewisse Immunisierung wäre statthaft, würde man dem Namen Ehre machen – bei einer solchen Kooperation ist das jedoch nicht der Fall meiner Ansicht nach. Kooperation der Bildungsstätte mit Strukturen, die ein mindestens hinterfragbares Verhältnis zu Israel haben, die neuen Antisemitismus hinter Antizionismus tarnen? Vielleicht sollte man die eigenen Schriften beherzigen und nicht nur als Makulatur für Dritte erachten:

Klicke, um auf Broschuere_Weltbild_Antisemitismus.pdf zuzugreifen

Oder man sollte man sich alternativ umbenennen und Anne Frank ruhen lassen.
Man wehrt mit solchen Handlungen den Anfängen in diesem Bereich nicht mehr, sondern bereitet durch Umdeutungen getarnt ihnen im Gegenteil willig den Boden, anscheinend so lange es Fördergelder bringt. Und so lange keiner drüber spricht und es anmahnt.

Die Bildungsstätte hat keine Berührungsängste mit fragwürdigen Akteuren:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Bildungsstaette-Anne-Frank-hat-keine-Beruehrungsaengste-mit-Linksradikalen;art675,2850827

Wo „Anne Frank“ drauf steht, dürfen keine Kooperationen mit muslimbrudernahen Strukturen und solchen aus dem Graue Wölfe Spektrum drinnen sein. Das trifft auch auf die Evangelische Akademie Frankfurt zu. Personen jenseits der Funktionärsebene – sei es auf evangelischer oder jüdischer Seite, sei es Kirchenvolk oder Gemeinwesen – erwarten, dass rote Linien gezogen werden. Und zwar nicht nur in Sonntagsreden (wobei das ein guter Anfang wäre, s.o.), sondern auch im realen Handeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*
Man macht sich auch für den Großbau des I.I.S., der vom hess. Verfassungsschutz der IGD zugeordnet wird, also einer Organisation, in der Muslimbrüder agieren, sehr deutlich stark:

https://vunv1863.wordpress.com/2017/11/06/frankfurt-muslimbrudermarketing-fuer-fortgeschrittene/

Ein Gedanke zu „Frankfurt: Wie man islamische Legalisten hoffähig macht

  1. Es ist eine Schande wozu sich die Evangelen hergeben. Wieso dieser plötzliche
    Umschwung und die Verbrüderung mit dem nicht vorhandenem Muslim-Verband.
    Es wäre ein guter Grund aus der Kirche auszutreten.

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